Do we need to love Europe?

Most of us will see it as an expression of common human pathology when neighbors are persistently at war with each other. One of them may be unwilling to accept that the shade of the lime tree from the neighbor’s ground falls on his own tomato patch while the other cannot stand the children’s screaming that penetrates his ears all day long. There are countless cases of neighbors feuding with each other for the rest of their lives over the most ridiculous trifles. We shake our heads, but everyone understands the motive. My home is my castle! In our own house, on our own property, we want to act like sovereigns – especially when we are no masters of our personal life in other respects.

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Muss man Europa lieben?

Wir dürfen es als Ausdruck menschlicher Pathologie betrachten, wenn Nachbarn einander hartnäckig bekriegen, zum Beispiel, weil der eine nicht akzeptieren will, dass der Schatten der Linde vom Nachbargrund auf das eigene Tomatenbeet fällt oder der andere das Geschrei der Kinder nicht erträgt, welches ihm von dort den ganzen Tag in die Ohren dringt. Legion sind die Fälle, wo Nachbarn lebenslang wegen der lächerlichsten Kleinigkeiten miteinander in Fehde liegen. Wir schütteln den Kopf, aber jeder begreift das Motiv. Im eigenen Haus, auf dem eigenen Grundstück wollen wir uns als Souveräne gebärden – vor allem dann, wenn wir es im übrigen Leben nicht sind.

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Genocide of Palestinians?

Wars have always been a rejection of all humanity. Waging them in accordance with rules is a contradiction in terms – just as if you were to ask your opponent for permission before shooting him. Wars are about merciless murder, often about the extermination of other people. Only states with far superior military power could afford – and have agreed in the last century by treaty – to reduce the killing of others and the concomitant cruelties, if and insofar as this can be reconciled with a complete victory over the respective enemies. But as soon as such superiority does not exist, only brute force in all its varieties counts among opponents who want to kill each other.

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Genozid an den Palästinensern?

Immer schon waren Kriege eine Absage an alle Humanität. Sie unter Einhaltung von Regeln zu führen, ist ein Widerspruch in sich – geradeso, als würde man den Gegner um Erlaubnis fragen, bevor man ihn erschießt. Bei Kriegen geht es um gnadenloses Morden, oft um die Ausrottung anderer Menschen. Nur Staaten mit weit überlegener militärischer Macht konnten sich leisten – und haben sich im vergangenen Jahrhundert vertraglich darauf geeinigt – das Töten der anderen und die damit einhergehende Grausamkeit zu verringern, wenn und soweit sich das mit einem vollständigen Sieg über den jeweiligen Gegner vereinbaren lässt. Sobald solche Überlegenheit nicht vorhanden ist, zählt unter Gegnern, die sich umbringen wollen, nur noch rohe Gewalt in all ihren Spielarten.

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Sind wir noch zu retten?

Mit einer solchen Frage konfrontiert, werden dem kritischen Leser mehrere Gegenfragen einfallen. Wer sei denn hier mit „wir“ gemeint? Und wovor seien die Gemeinten zu retten? Wer versteige sich überhaupt zu einer solchen Frage? Sind wir noch zu retten? weiterlesen

All against all: the cyberwar against truth and reason

(section taken from my yet unpublished new book »Homo Faber – what holodoxy tells us about the future of man«)

Hardly any thinking person today would still claim that the „progress“ of weapons technology makes the world a better let alone safer place, but this was precisely the prediction made with regard to the internet and the social media. The interconnectedness of all with all appeared to its creators as a promise of worldwide dissemination of truth and knowledge. The fact that everyone could now express their opinions and that these could, in prin­ciple, be heard by everyone else on the globe was even hailed as the dawn of a new global democracy.

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Alle gegen alle: der Cyberkrieg gegen Wahrheit und Vernunft

(Abschnitt aus meinem neuen, bisher unveröffentlichten Buch »Homo Faber – was uns Holodoxie über die Zukunft des Menschen sagt«)

Kaum ein denkender Mensch würde heute noch behaupten, dass der „Fortschritt“ der Waffentechnologie die Welt besser oder gar sicherer macht, doch genau diese Voraussage wurde im Hinblick auf das Internet und die sozialen Medien abgegeben. Die Vernetzung aller mit allen, die auf diese Weise ermöglicht wurde, erschien den Schöpfern dieser Technologie als ein Versprechen auf weltweite Verbreitung von Wahrheit und Wissen. Die Tatsache, dass nunmehr jeder einzelne seine Meinung äußern und dass diese im Prinzip von allen anderen Menschen auf dem Globus gehört werden kann, wurde als Verheißung einer neuen weltweiten Demokratie gepriesen.

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Die deutschen Sprachverhunzer:Innen

Spätestens seit der Antike weiß der Mensch: er ist ein zoon politikon. Er möchte von Seinesgleichen geschätzt und verstanden werden. Deswegen besteht ein elementares Bedürfnis nach Gleichklang und Resonanz – auf weniger schöne Art könnte man dieses Bestreben auch als Gleichschalterei bezeichnen. Die deutschen Sprachverhunzer:Innen weiterlesen

Der Preis der Freiheit

Es ist noch nicht lange her, da wollten uns die Politik und selbst ein Teil der Wissenschaft davon überzeugen, dass sich Demokratie schon bald über die ganze Welt ausbreiten würde, so als folge die Geschichte damit einer Art von teleologischem Gesetz. Die historische Evidenz hat zwar immer gegen eine solche Auffassung gesprochen, aber die Vernunft und unsere Gefühle für Recht und Unrecht schienen klar dafür zu stimmen. Der Preis der Freiheit weiterlesen

Why democracy, anyway? (On the occasion of the death of Bunga Bunga Berlusconi)

Content:

Justified outrage, but the question as to why is left aside

Corporations: the undemocratic core cell of Western democracies

China: when the state acts like a business corporation

What distinguishes states from corporations? Should experts rule?

Musk & Co.: when a business corporation acts like a state

The state – a moral end with technical means

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Warum eigentlich Demokratie? (Anlässlich des Todes von Bunga Bunga Berlusconi)

Inhalt:

Berechtigte Empörung, doch die Frage nach dem Warum bleibt ausgeklammert

Unternehmen: die undemokratische Kern- und Keimzelle westlicher Demokratien

China, wenn der Staat wie ein Unternehmen handelt

Was unterscheidet Staaten von Unternehmen? Dürfen Experten herrschen?

Musk & Co., wenn Unternehmen wie Staaten handeln

Der Staat – ein moralischer Zweck mit technischen Mitteln

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Natural versus Artificial Intelligence

Recently, the world has been shaken by a hitherto unknown fever, its name: Artificial Intelligence or AI. Given the clever answers that a program like ChatGPT gives to arbitrary questions within seconds, the collective excitement is understandable. Some people even believe they are talking to more than merely an intelligent machine; they imagine they are communicating with a compassionate human being. Yuval Noah Harari sees an apocalyptic time dawning where we will all be puppets of artificial intelligence.

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