Science fulfills an existential purpose. It serves to help us find our way by recognizing regularity – and hence predictability – in the events surrounding us. The need for such regularity and predictability dominates us to such a degree that we even invent it when we cannot discern it within the things themselves. People in earlier times believed that spirits and gods caused volcanoes to erupt, and droughts or diseases to occur, or that sacrifices and prayers could persuade them to avert such evils. That is, they invented a fictious causality being unable to recognize true causes. The objectively existing order of nature was understood only to the extent that was essential for the survival of the species: hunting animals or growing plants required a careful understanding of existing natural laws. Only since the Enlightenment und subsequent Industrial Revolution did humanity move beyond this elementary stage, but then this happened at a very rapid pace. Science is now capable of artificially creating new life forms in the laboratory and fundamentally altering existing ones with the help of genetic manipulation. Human voyages to distant planets, which were previously only conjured up in fairy tales and myths, have turned into a real possibilities.
The Sciences (of Nature) can only be true if their Premises are wrong weiterlesenSchlagwort: Werner Heisenberg
Die Wissenschaften (der Natur) sind nur wahr, wenn ihre Voraussetzungen falsch sind
Wissenschaft erfüllt einen existenziellen Zweck. Sie dient dazu, uns in der Welt zurechtzufinden, indem sie die Berechenbarkeit – das Regelmaß – in den uns umgebenden Geschehnissen erkennt. Das Bedürfnis nach solchem Regelmaß und solcher Berechenbarkeit beherrscht uns so sehr, dass wir es sogar frei erfinden, wenn wir es aus den Dingen selbst nicht ablesen können. Menschen früherer Zeiten glaubten, dass Geister und Götter Vulkane ausbrechen ließen, Dürren oder Krankheiten verursachten oder dass man sie durch Opfer und Gebete dazu bewegen konnte, solche Übel auch wieder abzuwenden. Das war erfundene Kausalität. Früher wusste man vergleichsweise wenig von den objektiv bestehenden Ordnungen der der Natur. Diese wurden gerade so weit durchschaut, wie das für das Überleben der Art unerlässlich war. Wie man Tiere erbeutet oder Pflanzen züchtet, bedurfte der sorgfältigen Erkenntnis bestehender Naturgesetze. Über dieses elementare Stadium ist die Menschheit erst seit der Industriellen Revolution, dann aber in stetig beschleunigtem Tempo hinausgelangt. Inzwischen ist Wissenschaft in der Lage, neue Lebewesen im Labor künstlich herzustellen und bestehende mit Hilfe genetischer Manipulation grundlegend zu verändern. Ausflüge des Menschen zu fernen Planeten, die vordem allenfalls in Märchen und Mythen beschworen wurden, gehören heute zu den realen Optionen.
Die Wissenschaften (der Natur) sind nur wahr, wenn ihre Voraussetzungen falsch sind weiterlesenChance and the God of religion
Dedicated to Anton Zeilinger
1. When one of the leading scientists of our time, quantum physicist Anton Zeilinger, celebrates the discovery of chance as the most significant discovery of the 20th century, we should take notice.*1* He directly opposes a tradition that goes back to the Babylonians Chance and the God of religion weiterlesen
Der Zufall und der Liebe Gott
Anton Zeilinger gewidmet
1. Wenn einer der führenden Wissenschaftler unserer Zeit, der Quantenphysiker Anton Zeilinger, die Entdeckung des Zufalls als die bedeutendste Entdeckung des 20. Jahrhunderts feiert, dann sollte man aufhorchen.*1* Mit dieser Auffassung stellt er sich einer Tradition entgegen, die bis zu den Babyloniern zurückreicht Der Zufall und der Liebe Gott weiterlesen
Charles Darwin, Chance and the good Lord – a Philosophical Excursion
In 1970 Jacques Monod’s seminal book „Le Hasard et la Nécessité“ (Chance and Necessity) was published, on the cover of which the renowned biochemist summed up in a single and concise formula the world view that had dominated first Europe and then the entire world since the 17th century. For the objective scientist, so Monod’s message, the world is nothing but chance and necessity. For there is nothing in the world but these two principles alone: on the one hand, necessity representing that order, which the natural sciences explore in the shape of laws, and on the other hand, chance, which denotes the void within this order – in other words, a meaningless nothing with which science does not know what to do. Since Monod established this formula, neurology has made tremendous progress, his book is certainly no longer „up-to-date“, but the view that reality has nothing else to offer but these two dimensions has become even more entrenched. According to a now prevalent view, our world is made of calculable mechanisms of the physical and neuronal world, and the yawning emptiness of meaningless chance.
Charles Darwin, Chance and the good Lord – a Philosophical Excursion weiterlesen
Charles Darwin, der Zufall und der liebe Gott – eine philosophische Exkursion
1970 erschien Jacques Monods Aufsehen erregendes Buch „Le Hasard et la Nécessité“ (Zufall und Notwendigkeit), in dem der Biochemiker die Weltsicht, welche seit dem 17ten Jahrhundert erst Europa und heute die ganze Welt beherrscht, in einem Buchtitel auf einen einzigen Satz verdichtet. Für einen illusionslosen Wissenschaftler sei die Welt nichts als Zufall und Notwendigkeit. Denn es gebe in ihr eben nichts als diese beiden Prinzipien: einerseits Notwendigkeit als jene Ordnung, welche die Naturwissenschaften in Gestalt von Gesetzen erkunden, andererseits den Zufall, welcher innerhalb der bestehenden gesetzhaften Ordnung eine Leerstelle bezeichnet – ein sinnloses Nichts, womit die Wissenschaft nichts anzufangen vermag. Seit Monod diese Formel aufstellte, hat die Neurologie gewaltige Fortschritte gemacht, sein Buch ist längst nicht mehr „aktuell“, aber ganz aktuell ist die Auffassung, wonach die Wirklichkeit dem Wissenschaftler – und also uns allen – nichts als diese beiden Dimensionen zu bieten habe, die berechenbaren Mechanismen der physikalischen wie der neuronalen Welt einerseits, die gähnende Leere des sinnlosen Zufalls auf der Gegenseite.
Charles Darwin, der Zufall und der liebe Gott – eine philosophische Exkursion weiterlesen
