Jean Ziegler: Ein Aufrechter allein gegen eine Welt von Ganoven, Banditen, Söldlingen, Beutejägern,  und Raubgesindel

 

In seiner berühmten Abrechnung mit den Feinden der Demokratie „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ hat Karl Popper heftige Kritik an Marx geübt, aber eines hat er zugleich unmissverständlich klar gestellt. In einer Zeit, da alle über das unglaubliche Elend des ärmsten Teils der Bevölkerung gleichgültig hinweggeblickt haben, ja, sich sogar von einem zum Priester geweihten Christen namens Malthus dazu überreden ließen, in der Menschenschinderei und dem Menschenverschleiß in den Industriebaracken des frühen 19. Jahrhunderts eine göttliche Fügung zu sehen, weil die Erde nun einmal nicht genug Nahrung für alle Menschen erzeuge, in einer so grausamen Zeit gehörte Karl Marx zu den ganz wenigen, die ohne jede Schönfärberei Tatsachen und Täter beim Namen nannten. Jean Ziegler: Ein Aufrechter allein gegen eine Welt von Ganoven, Banditen, Söldlingen, Beutejägern,  und Raubgesindel weiterlesen

Der deutsche Exportstaat – Stratfors subtile Deutschlandhetze

(auch erschienen in: "scharf-links")

Stratfor ist eine Art Schatten-CIA, eine private Organisation, welche die Weltöffentlichkeit mit Analysen über politische, ökonomische und soziale Verhältnisse anderer Länder versorgt, soweit diese für die Politik der USA von Bedeutung sind. Herausragend sind die Beiträge von George Friedman, dem Gründer und Vorsitzenden der Organisation. Friedman äußert sich auch regelmäßig zu Europa und den Deutschen – so jüngst in dem Artikel „Financial Markets, Politics and the New Reality“. (1) Der deutsche Exportstaat – Stratfors subtile Deutschlandhetze weiterlesen

Neoliberalismus: angesagter Tod einer Pseudowissenschaft

(auch erschienen in: "scharf-links")

Zehn logische Einwände und empirische Argumente gegen hartnäckig fortbestehende wirtschaftswissenschaftliche Dogmen
Neoliberalismus: angesagter Tod einer Pseudowissenschaft weiterlesen

Freihandelsdoktrin und ökonomischer Niedergang

Die tiefere Ursache für den gegenwärtig drohenden Zerfall Europas sehe ich in der von Deutschland forcierten Freihandelspolitik (siehe der „hässliche Deutsche“). Ich bin mir bewusst, dass diese Auffassung allem widerspricht, was in den Lehrbüchern über die segensreichen Wirkungen eines solchen Handels zu finden ist. Freihandelsdoktrin und ökonomischer Niedergang weiterlesen

Die späte Erleuchtung des Francis Fukuyama

Manchmal kommen wichtige Einsichten zwei Jahrzehnte zu spät. Begegnen wir ihnen dann noch bei Leuten, die zuvor nichts gegen eine Politik neoliberaler Deregulierung einwenden mochten, ja, im Gegenteil im Lager ihrer Befürworter standen, dann können sie geradezu befremden. Immerhin galt Francis Fukuyama als ein Vordenker der amerikanischen Neokonservativen. Und nun? Die späte Erleuchtung des Francis Fukuyama weiterlesen

Kriegswolken

Es muss wieder einmal ein Wunder geschehen, damit der nächste Krieg nicht stattfinden wird – ein Krieg, der die Wirtschaft nicht nur der Vereinigten Staaten ins Mark treffen würde. Dieser Krieg wird kein bloßes Feuerwerk sein wie im Irak 2003, und er wird nicht aus Guerillascharmützeln bestehen wie in Afghanistan. Dieser Krieg wird die heute schon erschütterte Vormachtstellung des Westens beenden und eine neue Epoche einläuten. Kriegswolken weiterlesen

Das Unternehmen und die „Internationale der Gläubiger“

Das Kapital

„Die Unternehmen schaffen das Geld, das dann in die Taschen der Kapitalgeber fließt.“ Eine solche Behauptung ist unsinnig, denn natürlich verteilt es sich auf sämtliche Beteiligten: also auf Arbeiter, Angestellte und Management – unter anderem auch auf den Staat, der damit ein in Deutschland immer noch großzügiges Sozialsystem finanziert. Andererseits ist die Feststellung durchaus richtig, dass es den Shareholdern seit den 90er Jahren gelungen ist, sich selbst einen immer größeren Anteil am volkswirtschaftlichen Kuchen zu sichern. Das Unternehmen und die „Internationale der Gläubiger“ weiterlesen

Protektionismus – ein bedrohliches Gespenst?

Von den verschiedensten Seiten wird gegenwärtig die Bedrohung durch staatliche Schutzmaßnahmen beschworen. Nichts Schlimmeres könne geschehen, als dass jeder Staat mit der sich verschärfenden Krise zunächst einmal an sich selber denke, indem er protektionistisch, d.h. egoistisch handelt. Diese Warnung vor dem Egoismus leuchtet unmittelbar ein, allerdings fragt man sich, warum Egoismus für einzelne, besonders wenn sie Banker, Manager und Vermögensbesitzer waren, bis gestern noch als das vornehmste und schützenswerteste Recht der Bürger galt? Protektionismus – ein bedrohliches Gespenst? weiterlesen

2008 – Warum all das Elend einer neuen, großen Weltwirtschaftskrise?

In meinem letzten Buch habe ich unser Wirtschaftssystem mit einem Pyramidenspiel verglichen und dessen Zusammenbruch prognostiziert. Darüber hätten Sie vor einem halben Jahr noch den Kopf geschüttelt. Auf die Frage nach den wesentlichen Merkmalen unserer Wirtschaft hätten Sie alles andere nur sicher kein Pyramidenspiel vor Augen gehabt. 2008 – Warum all das Elend einer neuen, großen Weltwirtschaftskrise? weiterlesen

Neue Weltwirtschaftskrise: ein reales Gespenst

Der gigantisch aufgeblähte Kreditballon des amerikanischen Immobilienmarktes ist soeben am Platzen – ein Vorgang, der die ganze Weltwirtschaft zu erschüttern droht, seit die Gläubiger den nur zu berechtigten Verdacht geschöpft haben, dass für sie zunehmend weniger Aussicht besteht, ihr Geld jemals zurückzuerhalten. Das Ganze erinnert fatal an das Ende der zwanziger Jahre: die erste große Weltwirtschaftskrise in einer schon damals globalisierten Welt. Neue Weltwirtschaftskrise: ein reales Gespenst weiterlesen