Gero Jenner

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Gero Jenner ist ein deutsch-österreichischer Autor und Publizist, dessen Veröffentlichungen sich auf Wissenschaft (Philosophie, Wirtschaft, Sprachwissenschaft) und Literatur erstrecken.

Philosophie (hier klicken)

Jenner zufolge ist Freiheit keine subjektive Illusion wie bedeutende Vertreter der Neurologie behaupten. Vielmehr sei sie ein objektives und denknotwendiges Faktum und als solches auch eine Voraussetzung der Wissenschaften, obwohl gerade diese sie seit dem 17. Jahrhundert beharrlich leugnen. Dieser Widerspruch und das scheinbare Problem von Freiheit und Kreation haben den Autor ein Leben lang beschäftigt.

Wirtschaftsanalyse (hier klicken)

Ein Zweitstudium der Soziologie und ein mehr als dreijähriger Aufenthalt in Japan gaben den Ausschlag für Jenners intensive Beschäftigung mit Problemen der Wirtschafts- und Geldtheorie. Unter anderen sieht er in der Reichtumsverlagerung von der Leistung zum leistungslosen Erwerb (durch Zinsen, Dividende etc.) eine akute Gefahr für die Stabilität der Gesellschaft. Diese zerfällt in eine für immer weniger Lohn arbeitende Mehrheit und eine Minderheit von weniger als zehn Prozent, in deren Händen die Vermögen sich mehr und mehr konzentrieren. Jenner hat den zugrundeliegenden Vorgang als „Pyramidenspiel“ beschrieben, das regelmäßig in ökonomischem wie sozialem Kollaps kulminiert. Während er in der Globalisierung des Wissens einen bedeutenden Fortschritt erblickt, ist er ein scharfer Kritiker jener Globalisierung der Finanz- und Warenströme, durch die beliebige Verwerfungen und Zusammenbrüche an bestimmten Punkten der Erde zur Gefahr für den ganzen Globus werden.

Erkenntnisse zur Sprachwissenschaft (hier klicken)

In seinen Sachbüchern zur allgemeinen Sprachwissen­schaft vertritt Jenner einen generativen Ansatz, der in seiner Zielsetzung Noam Chomsky folgt, aber auf einer strikt semantisch-formalen Basis beruht. Damit legt Jenner der generativen Grammatik universale Grund­begriffe zugrunde, welche (im Gegensatz zu Chomsky) die Vielfalt menschlicher Sprachen aus gleichen Grundelementen erst analytisch zu erfassen und synthetisch zu generieren erlauben.

Erzählungen (hier klicken)

Vernunft ist ein Instrument humaner Daseinsorientie­rung wie der magnetische Sinn von Wandertauben oder die Ultraschallortung der Fleder­mäuse. Die Welt selbst erweist uns allerdings nicht den Gefallen, sich nach menschlicher Vernunft zu richten. Deswegen kann es zu einem Bedürfnis werden, sich manchmal von deren übermäßigem Gebrauch zu erholen. Das bezweckt und tut Jenner in seinen Erzählungen. Die Welt erscheint in ihnen weder durch Vernunft zurechtgebogen noch künstlich verschönert, sondern so wunderbar irrational, absurd und böse, wie sie gewöhnlich ist.

Kritik (hier klicken)

Literatur

Politik und Sozialökonomie

  • Japan – eine untergehende Sonne? Peter Lang, 1997
  • Die arbeitslose Gesellschaft. S. Fischer, 1997
  • Das Ende des Kapitalismus – Triumph oder Kollaps eines Wirtschaftssystems? Fischer, 1999
  • Energiewende – So sichern wir Deutschlands Zukunft. Propyläen, 2006
  • Das Pyramidenspiel. Signum, 2008
  • Wohlstand und Armut – eine allgemeine Theorie über Eigentum, Geld, Güter und Staat. Metropolis, 2010
  • Von der Krise ins Chaos. Signum, 2012
  • EuroKalypse Now? Es gibt einen Weg aus der Krise! Metropolis, 2012
  • TechnoKrieg global – oder Frieden mit Mensch und Natur? unveröffentlicht, 2014[1]
  • Das Ökonomische Manifest – fünf Fundamentalreformen, um den Niedergang von Wirtschaft und Demokratie aufzuhalten. Monsenstein und Vannerdat, 2015

Sprache und Linguistik

  • Die poetischen Figuren der Inder von Bhamaha bis Mammata. Schriftenreihe des Europakollegs, Ludwig Appel, 1968
  • The Place of Japanese in General Linguistics. erschienen in den Berichten der Toyogakkai, 1974
  • Grammatica Nova. Peter Lang, 1981
  • Prolegomena zur Generellen Grammatik. Peter Lang, 1991
  • Principles of Language. Peter Lang, 1993
  • Principles of Language. teilweise überarbeitet[2]

Philosophie

  • Max Weber’s Essays on the Sociology of Religion. erschienen in den Berichten der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tokio, 1974
  • Wider den Stachel – Gespräche zur Zeit- und Kulturkritik. Peter Lang, 1985, C.H. Beck im Internet
  • Das Gottesproblem. Peter Lang, 2004
  • Der Dawkinswahn oder die Antwort der Mystik. unveröffentlicht, 2008[3]
  • Die Macht der Träume und die Ohnmacht der Vernunft – eine Philosophie der Freiheit. Metropolis, 2013

Erzählungen

  • Die Messingstadt und andere Erzählungen. Leykam, 1989

Unter dem Pseudonym Till Angersbrecht mehrere Romane phantastischer Art:

  • Wien!
  • Die Weltenretter
  • Ego – oder das Unglück, ein Mann auf dem Mars zu sein
  • Schatten der Schuld
  • Die Botschaft, die ihr nicht hören wollt
  • Die Leiden des schwarzen Peters

Weblinks

Einzelnachweise