As human beings, we strive for self-determination – freedom is the word that sums up this aspiration. Uniformity, blending into the crowd, indistinguishability, dependence on others – these are the terms that describe the opposite of personal freedom and independence. Anyone who wants to make us all the same is met with fundamental outrage; they want to violate our basic human rights.
One! World – Critique of Populist Irrationality weiterlesenAutor: Gero Jenner
Eine! Welt – Kritik der populistischen Unvernunft
Als Menschen streben wir nach Selbstbestimmung – Freiheit ist das Wort, womit dieses Bestreben auf den Begriff gebracht wird. Uniformität, Aufgehen in der Masse, Ununterscheidbarkeit, Abhängigkeit von anderen – das sind die Begriffe, die den Gegensatz zur persönlichen Freiheit und Unabhängigkeit beschreiben. Wer uns gleichmachen will, der stößt auf elementare Empörung, der will uns in unseren elementaren Menschenrechten verletzen.
Eine! Welt – Kritik der populistischen Unvernunft weiterlesenThe Excursion to Kawabata
A fine mist hovers over the water, its vapours occasionally blurring the outlines of the mountains. Yet it is the heads that dominate the foreground, bobbing in the warm — sometimes even scalding — mountain lake of Kawabata, which the locals call an Onsen, a hot spring. But the water is of no concern to us, nor are the jagged peaks encircling it, which the effusive travel brochure simply labels „enchanting.“ No, what captivates our attention are the disembodied heads protruding above the steaming surface of the lake, the spirit hovering over the waters. Seven heads — true giants of their era, the greatest minds to grace the species that then inhabited the globe.
The Excursion to Kawabata weiterlesenDer Ausflug nach Kawabata
Ein feiner Nebel schwebt über dem Wasser, manchmal lassen seine Schwaden die Umrisse der Berge verschwimmen. Es sind die Köpfe, die den Vordergrund bilden, hier im warmen, stellenweise sogar heißen Gebirgssee von Kawabata, den die Einheimischen „Onsen“ nennen, d.h. warme Quelle. Aber das Wasser geht uns nichts an, auch nicht die umliegenden vielfach gezackten Berge, welche der sie lobende Reiseprospekt schlicht mit dem Prädikat „bezaubernd“ versieht. Es sind die eben über die dampfende Oberfläche des Sees hinausragenden rumpflosen Köpfe, es ist der über den Wassern schwebende Geist, der unsere Aufmerksamkeit bannt. Der Ausflug nach Kawabata weiterlesen
Lasst sie Wonnewabern!
Es scheint höchste Zeit, dem Begriff des Wonnewaberns und seinen verderblichen Auswirkungen besondere Aufmerksamkeit zu widmen, zumal er zwar auf Anhieb verständlich, in seinem innersten Wesen aber dennoch höchst rätselhaft ist. Jedermann weiß, was er unter Wonne verstehen soll. Mancher würde auch schlicht von Entzücken sprechen. Selbst der gedrückteste Mensch kennt Momente, wo sein Ich sich in einem Zustand der vorübergehenden Ekstase, eben der Wonne oder des Entzückens befindet. Nicht unbedingt muss mit solchen Momenten aber ein Wabern verknüpft sein – ist dies aber der Fall, wie nachgewiesenermaßen beim Motus extatico-narcissicus trumpiensis – dann haben wir es möglicherweise mit einer welthistorischen Erscheinung zu tun. Das ist der Grund, warum in unserer Zeit kein politisch denkender Mensch an dem Phänomen des Wonnewaberns vorüberkommt, selbst und gerade auch die Wissenschaft nicht, die sich bereits auf die ihr eigene systematische Art damit befasst und uns in diesem Sinne den soeben genannten Fachbegriff bereitgestellt hat.
Lasst sie Wonnewabern! weiterlesenThe Candidate
It seems a matter of urgent concern to devote particular attention to the notion of rapturous quivering and its pernicious effects, for while at first glance it is immediately comprehensible, its innermost essence remains profoundly enigmatic. Everyone knows what is meant by rapture. Some might simply call it delight. Even the most downtrodden soul experiences moments when the self is suspended in a state of fleeting ecstasy — precisely that of rapture or delight. Yet such moments need not necessarily be accompanied by a quiver — but when they are, as demonstrably occurs in theMotus extatico-narcissicus trumpiensis, we may well be witnessing a phenomenon of world-historical significance. This is why at the present age no politically minded individual can ignore the spectacle of ecstatic quivering, least of all the scientific community, which has already engaged with it in its characteristically systematic manner, bestowing upon us the aforementioned technical term.
The Candidate weiterlesenTraps for men and mosquitos
I confess, I initially found Gesine K.—that now infamous figure, celebrated by some and reviled by others—rather agreeable, at least in terms of her undeniably striking physical allure. After all, she possesses all the requisite qualities to exert a magnetic pull upon men that notoriously susceptible breed, so easily swayed by superficial charms. Her bosom is of an expansive, alluring proportion; her hair, a radiant platinum blonde, announces her presence from afar; and her bright, ringing laughter—though admittedly tinged with mockery—poses a formidable challenge to any red-blooded representative of our tragically vulnerable, if not downright feeble, sex.
Traps for men and mosquitos weiterlesenMücken- und Männerfallen
Ich gebe zu, dass ich Gesine K., diese inzwischen bei einigen berühmte, bei anderen berüchtigte Person, anfangs für sympathisch hielt, sympathisch im Hinblick auf ihre zweifellos sehr anziehende physische Erscheinung. Jedenfalls bringt sie alle Voraussetzungen mit, um auf eine bekanntermaßen für oberflächliche physische Reize überaus empfängliche Männerwelt wie ein Magnet zu wirken. Ihr Busen ist von ausladender, um nicht zu sagen einladender Gestalt, ihre Haare machen mit einem strahlenden Hellblond schon aus der Entfernung von sich reden, und ihr helles Lachen, das zugegeben manchmal recht spöttisch klingt, stellt eine Herausforderung für jeden brunstgetriebenen Vertreter unseres in dieser Hinsicht leider sehr anfälligen, ja, überhaupt schwachen Geschlechtes dar. Anders gesagt ist Gesine K. ein natürlicher Anziehungspunkt für abenteuernde Männer – und davon gibt es bekanntlich eine unabsehbare Menge zumal in unseren unübersichtlichen Städten, wo die Jagd auf paarungswillige Vertreter des fremden und heute sogar selbst des eigenen Geschlechts immer schon zu den beliebtesten Sportarten gehört.
Mücken- und Männerfallen weiterlesenMy great Decision
Yes, I have finally made it — my decision — and I may say with perfect honesty that it was not taken lightly. The vile gossip, the venomous envy — all of this I foresaw, of course. But when it concerns one’s own future — nay, the whole of one’s existence, as I may justly claim in this instance — then one must rise above petty objections. Then only one thing matters: one’s own salvation.
My great Decision weiterlesenDie Entscheidung
Ja, ich habe sie endlich gefällt, die Entscheidung, und ich darf sagen, dass das keineswegs leichtfertig geschah. Die üble Nachrede und den giftigen Neid – das alles habe ich natürlich vorausgesehen. Aber wenn es um die eigene Zukunft, um die ganze Zukunft geht, wie ich in diesem Fall mit vollem Recht behaupten kann, dann setzt man sich eben über die kleinen und kleinlichen Einwände hinweg. Dann kommt es nur noch auf eines an: auf das eigene Heil.
Die Entscheidung weiterlesenGlobalization and the final battle of nationalists – a politico-philosophical reflection in nine parts
Swiss psychiatrist C. G. Jung saw the human world as divided into two parts: alongside its visible and official appearance, there is always an accompanying shadow that is often repressed into the unconscious. The shadow of the Enlightenment, with its glorification of reason, was the Romantic movement’s quest to explore the dark and unconscious forces that drive us. The shadow of chemistry was alchemy, which flourished throughout Europe. The shadow of the equality of all people demanded by the French Revolution was Robespierre’s dictatorship.
Globalization and the final battle of nationalists – a politico-philosophical reflection in nine parts weiterlesenDie Globalisierungswalze – eine philosophische Betrachtung in neun Teilen
Der Schweizer Psychiater C. G. Jung sah die Welt des Menschen zweigeteilt: neben ihrer für alle sichtbaren und offiziellen Erscheinung gebe es immer auch einen sie begleitenden, oft ins Unbewusste verdrängten Schatten. Der Schatten der Aufklärung mit ihrer Verherrlichung der Vernunft war das Bestreben der Romantik, die dunklen und unbewussten Triebkräfte auszuloten. Der Schatten der Chemie war eine europaweit wuchernde Alchemie. Der Schatten der von der französischen Revolution eingeforderten Gleichheit der Menschen war die Diktatur Robespierres.
Die Globalisierungswalze – eine philosophische Betrachtung in neun Teilen weiterlesen
