Der unheilige Martin – christliche Moraltheologie und Kapitalismus

Mit dem Strom schwimmen Opportunisten, gegen ihn schwimmen mutige Außenseiter. Eine solche Rolle hat der katholische Moraltheologe Martin Rhonheimer, seines Zeichens Ethikprofessor an der Päpstlichen Universität Rom, übernommen. Der unheilige Martin – christliche Moraltheologie und Kapitalismus weiterlesen

Thomas Pikettys allzu lahmer Protest

(auch erschienen in: Transcend Media von Johan Galtung und unter anderem Titel in "scharf-links")

Sind wir klüger geworden? Nicht wenn unsere elementaren ökonomischen Interessen berührt sind. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gab es die offene Sklaverei bis zum Sezessionskrieg vor ca. 150 Jahren. Im Altertum wurde sie nie ernsthaft in Frage gestellt. Sklaverei, gleich ob offen oder verdeckt, besteht in der Ausnutzung fremder Arbeit, um selbst keine Arbeit und Leistung verrichten zu müssen. Die offene Sklaverei macht daraus gar keinen Hehl, sie setzt Menschen in der Art von Maschinen ein, die man kaufen, verkaufen und bei Nutzlosigkeit entsorgen darf. Die verdeckte Sklaverei macht sich ebenso die Leistung anderer Menschen zunutze, aber sie tut dies auf raffinierte Weise, nämlich so, dass die davon Betroffenen die sie ausbeutenden Herren in der Regel nicht einmal kennen. Kapitalerträge, die ich im Schlafe verdiene, sind im strikten Sinne als eine subtilere Form der Sklaverei zu betrachten, denn genau wie diese beruht sie auf der Arbeit und Leistung anderer Menschen. Die gesamte moderne Wirtschaft beruht auf dieser Form der verdeckten Sklaverei. Sie wird aber bei uns ebenso wenig in Frage gestellt wie im Altertum dessen offene Variante. Thomas Pikettys allzu lahmer Protest weiterlesen

Starökonom Thomas Piketty und parasitärer Transfer

Im Altertum gab es offene Sklaverei, d.h. die Ausnutzung fremder Arbeit, um selbst keine Arbeit und Leistung verrichten zu müssen. Heute gibt es, was ich als verdeckte Sklaverei bezeichne. Die Leistung anderer Menschen macht sie sich gleichfalls zunutze, aber sie tut dies auf raffinierte Weise, nämlich so, dass die davon Betroffenen dies in der Regel nicht einmal bemerken, geschweige denn die sie ausbeutenden Herren kennen. Starökonom Thomas Piketty und parasitärer Transfer weiterlesen

Unterkühlt contra Empört – Was kommt nach den Wortgefechten?

Zwei Leute sitzen sich in einem Interview gegenüber. Die Namen tun nichts zur Sache. Sie sind fast beliebig auswechselbar. Ihre Gefühlslage ist schon bezeichnender. Den einen Redner kann man nur als ‚unterkühlt’, den anderen muss man als ‚empört’ bezeichnen. Empörung steht neuerdings hoch im Kurs.

Empört: Mit Schröder hat es begonnen, der Feind des Sozialstaats hat sich ein linkes Mäntelchen übergeworfen. Wie sich die Rechten da freuten! Die brauchen immer nur abzuwarten: Ein paar geistig zerfressene Linke werden dann schon die Drecksarbeit für sie besorgen. Unterkühlt contra Empört – Was kommt nach den Wortgefechten? weiterlesen