Die Unsterblichen (Die Schöne Neue Welt von Silicon Valley) 1: Der Nationalfeiertag

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Der Nationalfeiertag

Nein, es ist natürlich kein Zufall, dass dieses größte und schönste Bauwerk der Stadt im Volksmund „Pantheon“ heißt. Es kann sich damit brüsten, die Heimstätte der Götter zu sein, jedenfalls jener Götter, die in Menschengestalt unsere Hauptstadt bewohnen. Cybor I. Hoch-Spirituell, wie sein offizieller Name lautet, residiert hier als Göttervater. Im Volksmund wird er schlicht „Plato“ genannt – und so will auch ich ihn hier nennen. Von außen betrachtet, weist Plato keine besonderen Merkmale auf – sieht man einmal von dem grünen Ausrufungszeichen ab, das unterhalb seines Halses bin hinunter an den Nabel reicht und ihn als Vertreter der höchsten Klasse kennzeichnet. Seit Tätowierungen selbst hinter den Ohrläppchen und unter der Achselhöhle so populär und in Mode sind, kann uns ein solches Zeichen nicht sonderlich überraschen. Andererseits trügt das Äußere, wie so oft, auch in seinem Fall. Da glaubt man einem Menschen wie jedem anderen zu begegnen. Der Blick eines gewöhnlichen Betrachters dringt eben nie unter die Oberfläche. Jeder, der in das Innere dieses Mannes hineinblicken könnte, würde sogleich mit ungläubigem Staunen bemerken, dass Plato grundlegend reformiert worden ist. Unter der trügerisch ähnlichen Hülle sieht er ganz anders aus als sämtliche Menschen früherer Generationen.

Beginnen wir mit dem Kopf, der allgemein als der kostbarste Teil lebender Wesen gilt. Man könnte ihn bei Plato als nahezu hohl bezeichnen, doch wäre das ein Urteil von unverzeihlichem Leichtsinn, denn in dem mit einer stützenden Füllmasse versehenen Schädel befindet sich eine besondere Kostbarkeit, will sagen, ein zerebraler Gehirnchip von überragender Qualität und Haltbarkeit, der noch dazu einen direkten Zugriff auf die unter dem Pantheon befindliche Cloud aufweist. Diese Verbindung macht aus Cybor I. das derzeit wohl intelligenteste Wesen in unserem Kosmos, da in der „Wolke“ nicht weniger als die gesammelte Intelligenz der ganzen jetzt lebenden einschließlich aller früheren Menschen gespeichert ist. Da der kleine Chip des großen Mannes einen direkten Zugriff auf diesen Speicher hat, darf man sehr wohl behaupten, dass der Hausherr des Pantheons sich mit jener Allwissenheit brüsten darf, die man früher nur bei den Göttern fand.

Aber früher war das doch nicht mehr als reines Gefasel. Wie lachhaft war es, wenn sie ihre Ebenbilder in den Himmel verpflanzten, sie Götter nannten und sich dann wegen vermeintlicher Allmacht und Allwissenheit vor diesen Fantasiegebilden auf den Boden warfen, sie anbeteten und ihnen opferten. Alles, was die Menschen der alten Zeit an Macht und Wissen nicht selbst besaßen, das schrieben sie diesen Schattenbildern oben im Himmel zu und umgaben die Truggestalten anschließend mit dummer Schmeichelei und verblendetem Aberglauben. Wer, frage ich, hat diese Götter denn je gesehen, geschweige denn sie wissenschaftlich bewiesen?

In der Hauptstadt von Cyborstan und ihrem offiziellen Regierungssitz, der wie schon gesagt, den vielsagenden Namen Pantheon trägt, lebt nun aber wirklich ein Mann, der sich vor solchen Untersuchungen durchaus nicht zu fürchten braucht. Er selbst ist das erhabene, schlechthin vollkommene und obendrein auch noch unsterbliche Erzeugnis der höchsten Vernunft, die wir Wissenschaft nennen. Allein der Chip in seinem Kopf – aber davon war ja gerade eben die Rede.

Sein Nachtlager, das sich im dritten, also gleich unterhalb des höchsten Stockwerks befindet, hat Plato soeben verlassen und sich nach oben in den lichten „Himmelssaal“ begeben, von wo er in Richtung zur Sonne blickt, deren rotgelb glühendes Rund sich eben über den sonst noch ganz finsteren Horizont hinauf in die Höhe schiebt, um dort, wie seit Jahrmillionen üblich, ihre tägliche Runde zu absolvieren. Es ist ein Bündel gleißender Strahlen, das da auf einmal über den Rand der Erde schießt, und zwar an diesem Tag – und nur an diesem – genau in Richtung der großen Allee, an deren östlichem Ende, sich pechschwarz die Statue des großen Gründers der Stadt, Allan, erhebt, des großen Allan, wie sie ihn hier nennen. Genauso hatte man es vor zehn Jahren am Tag der Staatsgründung auch geplant. Der erste Sonnenstrahl soll wie ein Pfeil zur gleichen Zeit die Statue des geistigen Vaters der neuen Zivilisation sowie ihn selbst, deren lebenden Stellvertreter, mit seinem wärmenden Licht erhellen.

Wie schon die vergangenen Jahre seit Gründung von Cyborstan murmelt Plato auch an diesem Morgen die geweihte Formel.

Du bist ich, und ich bin du.

Aber zum ersten Mal fügt er aus eigenem Antrieb einige weitere Sätze hinzu.

Du bist ich, und ich bin du. Eins sind wir und dennoch längst verschieden., denn ich habe dich, Allan, inzwischen weit überrundet. Du warst noch ein sterbliches Wesen, dazu verdammt, zu Staub zu zerfallen und von Würmern benagt und zerfressen zu werden. Deine Intelligenz hat den Globus nur für wenige Jahrzehnte erhellt. Ich aber werde hier für alle Ewigkeit residieren, von Fuß bis Kopf besteht mein Körper aus unvergänglichem, unzerstörbarem Material.

Bei diesem Gedanken sieht man ein Lächeln über die Züge des Mannes gleiten, wohlgefällig streicht seine Hand über die Brust. Da er am Ende aber etwas zu derb mit den Knöcheln gegen den Oberleib klopft, so wie es die Gorillas gern tun, wenn sie sich vor ihrem Harem aufspielen, so ist aus dem Innern des Körpers ein Ton zu hören, den man nicht anders denn als Scheppern bezeichnen kann, so als hätte sich dort irgendeines der Teile gelockert. Plato ist einen Augenblick lang irritiert, weil es ihn an die Vergangenheit erinnert.

Scheppern, nein, das sollte nicht sein. Aber viel schlimmer war doch die Zeit vor meiner Neugeburt, damals als ich noch ein sterbliches Wesen, ein Gaur wie alle anderen war. Immerhin hat man mir auch schon damals den größten Respekt gezollt. Ich galt als einer der größten Kenner der alten Griechen. Ambrosius Müller, das war mein bürgerlicher, ziemlich gewöhnlicher Name, aber von allen Freunden wurde ich nur Plato, von einigen bösartigen Spöttern auch Plato der Zweite genannt. Zu dem, der ich heute bin, haben mich erst meine unbeugsame Entschlossenheit und mein durch nichts zu erschütternder Mut gemacht. Als erster Mensch habe ich zugelassen, dass unsere Wissenschaftler die seligmachende Transformation an mir vollziehen, diese wunderbare Verwandlung, die einem Menschen aus hinfälligem Fleisch und Blut zu einer unsterblichen Existenz verhilft. Da haben sie mich mit einem künstlichen Hirn und einem ebenso künstlichen, aber doch aus den edelsten Materialen gefertigten Leib ausgestattet. Natürlich habe ich mich keinesfalls leichtfertig transformieren lassen. Ich bestand darauf, dass der alte Allan – Friede sei seinem Angedenken! – mir alles erklärt, bis ins kleinste Detail erklärt. Als Philosoph war ich in exaktem Denken bestens geschult und erblickte das eigene Ich aus kritischer Perspektive. Ich habe akribisch verfolgt, wie die beauftragten Wissenschaftler erst einmal sämtliche Daten meines genetischen Codes in Bits und Bytes übertrugen – gemeinsam mit allen Lebenserfahrungen, die sich in der neurologischen Struktur meines Gehirns wie die Ringe eines Baums von Jahr zu Jahr abgesetzt hatten. Zusätzlich wurde aber auch mein über die Jahre angehäuftes Wissen über den großen griechischen Philosophen erfasst, mit dessen Namen sich meine Person jetzt für alle Zeit schmücken darf. All diese Vorbereitungen habe ich vor meiner Verwandlung noch selbst überwacht und durfte mich davon überzeugen, dass sie mit äußerster wissenschaftlicher Akribie von den besten Experten ausgeführt wurden.

Und jetzt am frühen Morgen all diese dröhnenden Töne aus der Tiefe! Natürlich. Das geschieht zu Ehren des Nationalfeiertags, an dem die ganze Stadt auf den Beinen ist. Ich höre Töne, sehr laute Töne. Das müssen Trompeten sein. Ja, der Nationalfeiertag, wie konnte ich das vergessen! Genau zehn Jahre sind seit der Staatsgründung vergangen. Feierlich soll der Tag sein, vor allem feierlich, damit der Bürger weiß, wo er hingehört und was er der Regierung verdankt.

Einen kurzen Augenblick will ich mir noch das Nachsinnen gönnen, den nostalgischen Rückblick. Meine Transformation ging der Staatsgründung unmittelbar voraus, sie ist doch nur wenige Jahr her, so nah, als wäre es erst gestern gewesen. Die ganze kostbare Masse an Bits und Bytes, mein vollständiges Ich, haben sie zunächst einmal in der Cloud unter dem Pantheon abgelagert und erst danach in den neuen Gehirnchip eingespeist, der meinen Kopf nun als kostbares Kronjuwel ziert, wenn auch unsichtbar für die Menge, umgeben von einem Füllstoff aus Spezialplastik, der das Kleinod wie ein Schutzwall umhüllt. Wenn ich daran denke, was ich in meinem alten Kopf, als ich noch Ambrosius Müller war, früher einmal mit mir herumtragen musste! Da überkommt mich heute noch der Ekel – dieser schwabbelnde Neuronenpudding, der den Kopf eines Gaurs anfüllt.

Zu meinem Glück liegt dieser Teil meiner Biografie weit in der Vergangenheit. Die Transformation hat sich so wunderbar planvoll abgespielt! Meinen künftigen Körper, einen nagelneuen, wie sich von selbst versteht, hatte man mir Tage vor dem großen Ereignis schon zur eingehenden Ansicht und Begutachtung vorgestellt. Eine gewisse Kleinigkeit entzückte mich augenblicklich. Im Vergleich zu meinem alten sterblichen Leib ist der neue um etliche Jahre jünger. Nein, dagegen hatte ich meinerseits nicht das Geringste einzuwenden. Zwar setzt man bei einem Mann wie mir, einem ernstzunehmenden Philosophen, gern die etwas reiferen Jahre voraus. Der gewöhnliche Bürger schreckt vor der Vorstellung zurück, dass ein zwanzigjähriger Lausbub die Welt mit tiefschürfenden Erkenntnissen überrascht. Aber auch wenn mein jetziger Leib um einiges jünger ist, wird man mich doch kaum unter fünfzig einschätzen – das ist die Reife eines hervorragenden Weins, wie sie einem Denker geziemt.

Die Töne aus der Tiefe werden lauter und lauter.

Ich weiß, das Volk liebt den Lärm, sie nennen es Musik. Nun gut, mag es an diesem Tage ruhig laut zugehen, wenn das dem Bürger gefällt. Ich will es unbedingt feierlich.

Ja, die große Sache haben sie damals zu meiner vollen Zufriedenheit erledigt. Vor dem Übergang zu meinem wahren Ich haben sie mir sogar gezeigt, mit welcher Grazie mein künftig unsterblicher Leib sich später bewegen wird. Der alte Allan, damals gerad noch am Leben, flüsterte mir ins Ohr.

Plato, brummte er, die Techniker haben deinem neuen Leib zweihundertsiebenundsiebzig Spezialmotoren mit minimalem Stromverbrauch eingebaut. Du wirst ein technisches Wunder sein. Meinen Segen, den gebe ich dir schon jetzt – und er hat mir liebevoll die Wange getätschelt.

Nein, auf unsere Techniker lasse ich nichts kommen. Sie sind wirkliche Zauberer. Da ist mir kein Lob zu schade. Diese Grazie!  Obwohl von meinem Hirn noch gar nicht bewohnt, und daher nur ein lebloser Zombie, ließ sich der noch hirnlose Körper, in den meine Persönlichkeit demnächst einziehen sollte, mühelos mit einer Fernsteuerung dirigieren. Zu meinen Ehren brachte mein künftiger Körper sogar einen kleinen Freudensprung vor versammelter Mannschaft zustande. Kann man einen sterblichen Menschen besser zur Unsterblichkeit verführen?

Vorzüglich, wirklich hervorragend! Bravo, bravo! habe ich die anwesenden Techniker und hippokratischen Kapazitäten gelobt und denke immer noch mit größter Dankbarkeit an sie zurück. Nur das Scheppern bei unbedachten Bewegungen, dieses Scheppern stört mich denn doch ein wenig. Da bleibt noch etwas zu tun!

Ach, dieses Getöse von unten. Das wird ja zunehmend lauter, aber das muss wohl so sein. Das Volk will eben feiern.

Wenige Tage danach war dann der große Moment gekommen, an dem meine Verwandlung im Beisein eines Kollegiums der hervorragendsten Mediziner und sämtlicher staatlich geprüfter Gurus der Bytologie an mir vollzogen wurde. Ja, dazu gehörte schon etwas Mut. Aber ich habe mich von Anfang bis Ende als unerschrockener Held und prinzipientreuer Philosoph bewiesen, der, ohne mit der Wimper zu zucken, das Neuland der Zukunft betritt. Zumindest nach außen ist das der Fall gewesen. Bis zum letzten Augenblick haben sie mich siegesgewiss lächeln sehen, nur mir selbst gegenüber muss ich gestehen, unmittelbar vor dem kurzzeitigen Koma in eine plötzliche Panik gefallen zu sein. Mein sterblicher Leib musste für alle Fälle erst einmal eingefroren werden. So wurde es kalt und kälter, bis ich mein stets hellwaches philosophisches Bewusstsein vollständig verlor. Vorübergehend nahm meine Person Abschied von Sein und Zeit. Das war ein historischer Tiefpunkt in meiner Biografie. Während einer ganzen halben Stunde existierte weder Ambrosius Müller noch das kommende Wesen, das ich heute bin: Cybor I. Diese Übergangszeit war und bleibt ein echtes Nichts, eine Leerstelle und blinder Fleck in meinem Leben. Niemand weiß – ich selbst weiß am wenigsten – was ich in diesen dreißig Minuten an bedeutenden Gedanken in die Welt gesetzt hätte – Gedanken, die aber niemals geboren wurden, weil es mich während dieser Zeit einfach nicht gab.

Trompetenstöße. Gut so. Es muss nur feierlich sein, auch wenn ich nichts davon spüre…

Immerhin, die kurze Panikattacke war die einzige Schwäche, die ich mir damals erlaubte. Ein Kenner wird sie mir gern verzeihen, denn schließlich war ich das erste lebende Wesen, das aus freiem Willen dieses bisher größte Abenteuer der Menschheit an sich vollziehen ließ. Jeder Anfang ist schwer, auch wenn ich im Nachhinein sagen darf, dass die Transformation einen unglaublichen Erfolg und Einschnitt nicht nur für mich selbst bedeutet, sondern ebenso für dieses glückliche Land. Während mein altes Ich eingefroren wurde, hatte man den mit sämtlichen Daten meiner Person gefütterten Chip bereits in den Kopf meines um etliche Jahre verjüngten Doppelgängers gepflanzt. Der so bestückte Schädel wurde dann in ein intensives Magnetfeld getragen, so dass der Chip die für seinen Betrieb nötige Energie empfing.

Und siehe da, das Wunder ereignete sich im selben Moment und vor aller Augen! Während der alte Ambrosius Müller bereits in flüssigem Stickstoff bei minus 196o Grad Celsius bewusstlos begraben lag, erstand meine neue Person Cybor I. Hoch-Spirituell, im Volksmund auch schlicht Plato genannt. Ich stand da, sah an mir herunter, glitt mit der Hand über mein neues Gesicht, blickte die Umstehenden an und sagte.

Es ist gut so, hallo. Da bin ich!

Das war nun, wie ich im Nachhinein missbilligend einräumen muss, keine weltbewegende Botschaft aus dem Munde eines gelernten Philosophen, den die Welt Plato nennt, in Anlehnung an ein ehrfurchtheischendes Vorbild. Da hätte man sich eher ein historisches Statement gewünscht, z.B. über den Segen, den das mit mir beginnende neue Menschengeschlecht unserem Planeten und dem Kosmos unweigerlich bringen wird.

Aber so ist es eben. Die großen historischen Momente in unserem Leben spielen sich oft unter recht nichtssagenden Begleitumständen ab. Das muss die Philosophie akzeptieren. Immerhin habe ich damals eine reine und wissenschaftlich bestätigte Wahrheit ausgesprochen. Ich bin wieder da!

Während ihn solche Gedanken beschäftigen, steht Cybor I. Hoch-Spirituell am östlichen Fenster des Himmelssaals und blickt auf jene Riesenstatue am Ende der großen Allee, die den geistigen Vater von Cyborstan zeigt, den großen Allan. Im Licht der aufgehenden Sonne ragt das mächtige Standbild als schwarzer, weit überlebensgroßer Schatten auf einem zehn Meter hohen Podest in die Höhe und blickt von da auf den Mittelpunkt der Stadt, das Pantheon.

Allan blickt auch auf mich. Er hat mich stets im Auge, geht es Plato durch den Kopf, wir beiden verstehen uns.

Immer machtvoller dröhnt aus der Tiefe das Spiel der Trompeten und Zimbeln zu Cybor dem Ersten hinauf, während sich langsam, ganz langsam, aber doch mit feuriger Unerbittlichkeit der Sonnenball über den Rand des Horizonts nach oben schiebt. Sein anfangs noch dunkles Rot geht zunächst in ein blasses Rosa, dann in ein die Augen blendendes Spiel aus weißen Strahlen über. Und jetzt, kaum dass der Ball sich ganz über den Horizont hinausgeschoben hat, lösen sich auch die umliegenden Gebäude der Regierung von Cyborstan aus dem Dunkel. Drüben, im Rücken Platos auf westlicher Seite, liegt der erst kürzlich fertiggestellte Menschenzoo, in dem ausgewählte Exemplare der Gaurs eine letzte Zuflucht finden. Im Auftrag der Regierung soll diese karitative Einrichtung den Bürgern durch den Augenschein beweisen, welch erbärmliche Kreaturen die alten Menschen, die Gaurs, gewesen sind, und wie weit im Gegensatz zu ihnen der neue Mensch es mit Hilfe von Wissenschaft und Vernunft schließlich brachte. Der Menschenzoo wird gerade von den ersten Strahlen der aufgehenden Sonne beleckt, sonst ist er noch ganz in der Nacht versunken. Rechter Hand, also im Süden tritt das Ministerium für Schutz und Gerechtigkeit eben aus dem Schatten heraus. Links ist das Ministerium für Fortschritt und Glück angesiedelt. Es war doch eine gute Entscheidung, überlegt Plato, dass wir die rauchenden Köpfe, meine wichtigsten Mitarbeiter, im Pantheon selbst unterbrachten. 

„Rauchende Köpfe“, unterdrückt Plato den Anflug eines Lächelns – eine kluge Beobachtung, aber natürlich keine offizielle Bezeichnung. Der Name hat sich inzwischen aber so eingebürgert, dass nur noch in offiziellen Dokumenten von staatstreuen Wissenschaftlern, den WiSis, die Rede ist.

Sieh da, gerade wird die Tür zum Himmelssaal geöffnet. Natürlich, der Narr, der ist auch frühzeitig auf den Beinen. Der einzige untransformierte Mensch in meiner Umgebung, ein echter Gaur. Mein Maskottchen, nichts anderes. Einem großen Mann wie mir muss man eine kleine Schwäche verzeihen.

Kropp! wendet sich der erste Mann des Staates an den Eintretenden, ohne ihm einen guten Morgen zu wünschen, warum spricht alle Welt von den „rauchenden Köpfen“, obwohl es sich doch um die kostbarsten Exemplare unseres neuen Menschengeschlechtes handelt?

Natürlich weiß Plato über diesen Punkt bestens Bescheid. Die Cloud im Sockel des Pantheons würde seinen Chip ohnehin mit diesem Elementarwissen versorgen. Aber es reizt ihn immer aufs Neue, den Narr auf die Probe zu stellen.

Der deutet ein Nicken an, während er zugleich auf die Töne lauscht, die aus der Tiefe zu ihnen heraufgeweht werden, abwechselnd dröhnend laut und dann wieder in der Ferne verschwimmend.

Chef, bemerkt er trocken, zu meinem Leidwesen habe ich, ein einfacher Gaur, feststellen müssen, dass auch der neue Mensch noch nicht zur Vollkommenheit gelangte. Schon mehrfach hat man das Unglück berichtet, dass ein Angehöriger dieses Standes so angestrengt über einer neuen Erfindung gebrütet hat, dass der Chip in seinem Schädel dabei überhitzt und beschädigt wurde. Ich weiß, für den Normalbetrieb garantiert unser sozial engagierter Staat eine Lebensdauer von mindestens dreihundert Jahren, aber da wird nicht mit dem außerordentlichen Eifer der Wissenschaftler gerechnet. In Wahrheit sind diese Leute gut beraten, das Denken nicht zu weit zu treiben, sonst kann sich ihr Chip – immerhin der kostbarste Bestandteil eines Cybors – bis zur Rotglut erhitzen, so dass die umgebende Füllmasse Feuer fängt. Dann beginnen, wie schon mehrfach geschehen, die Köpfe der WiSis zu rauchen. Es ist, wie ich aus eigener Beobachtung gern bezeuge, während der ersten Augenblicke ein durchaus erheiternder Anblick, wenn aus beiden Ohren schwarze Rauchfahnen in Spiralen über dem Schädel kreisen. Wenn ein hochgeachteter Mann der Wissenschaften dann aber plötzlich zusammenklappt, ruft ein solcher Vorfall aber doch einige Zweifel an unserem ewigen und unaufhaltsamen Fortschritt wach.

Eine Frechheit! denkt Plato, mir das so offen ins Gesicht zu sagen. Aber er weiß, dass ich eine Schwäche für ihn habe – die nutzt er bedenkenlos aus.

Der Narr blickt belustigt zur Seite.

Chef, sagt er dann, Sie sollten sich nach unten begeben. Alle Welt erwartet von Ihnen eine weihevolle Rede zum Nationalfeiertag. Vergessen Sie nicht, das erste Jahrzehnt nach Gründung des neuen Staates liegt in diesem Moment hinter uns – glücklicherweise ohne größere Zwischenfälle.

Der so angeredete Herr des Göttersitzes scheint die Aufforderung überhört zu haben, obwohl das Brausen von unten immer mächtiger zu ihnen in die Höhe schallt.

Die freche Bemerkung über die rauchenden Köpfe geht Cybor dem Ersten immer noch durch den Kopf. Leider hat der Narr recht. Zu solchen Unfällen darf und soll es in Zukunft nicht mehr kommen! Auf meine persönliche Anweisung wurde jedem Wissenschaftler nachträglich ein Hirnthermostat eingebaut. Eine sinnvolle Neuerung, die sich auch als durchaus wirksam erwiesen hat. Bei übermäßigem Denken schaltet das Hirn nun automatisch ab. Brände sind seitdem ausgeblieben, die Köpfe rauchen nicht länger, der Name ist den WiSis aber trotzdem geblieben. Immerhin, seit die Chips nicht mehr vorzeitig ausgetauscht werden müssen, haben wir auch Schluss mit der übermäßigen Verschwendung von Ressourcen gemacht. Wir können unseren Leute, auch wenn sie Genies sind, doch nicht jedes Jahr ein neues Hirn einsetzen!

Chef, sagt der Narr und blickt ihm, dem ersten Mann des Staates, nach Art der Gaurs wieder direkt und herausfordernd ins Gesicht.

Chef, darf ich euch einmal offen sagen, was Eure Reform bewirkte? In Wahrheit habt ihr nur eine halbe Fliege geschlagen, aber diese mit zwei Klappen. Da wurde zu viel des Guten – oder soll ich sagen, des Schlechten – angerichtet? Bis heute hat man diese betrübliche Wahrheit allerdings von Euch fern und geheim gehalten. Das plötzliche Abschalten des Gehirns durch den Thermostat ist wegen seiner unerfreulichen Nebenwirkungen längst in Verruf. Da ist mit den größten Peinlichkeiten zu rechnen. Zum Beispiel erlebt man, wie ein renommierter Vertreter der Wissenschaften mitten in einem Vortrag zur Grundlagenforschung plötzlich leere Augen bekommt, in die Weite starrt und gleich danach mit dem Kopf vornüber auf das Rednerpult kippt – wonach er dann bis zu zehn Minuten unansprechbar an seinem Platz verharrt. Als wenig erfreulich möchte ich auch bezeichnen, was sich vor kurzem mit einem Mediziner ereignet hat, als er unerwartet gedankenreich über den Virenbefall in den Hohlräumen des modernen Cybors sprach. Unversehens taumelte der Mann vom Podium auf die erste Publikumsreihe hinab – ein Zwischenfall, der durch die Presse ging, weil ein solches Benehmen völlig unwissenschaftlich ist. Ich gebe aber zu, dass ein Unglück von dieser Art nur selten beobachtet wird, da der typische Wissenschaftler während eines Vortrags kaum jemals denkt. Gewöhnlich liest er seine Weisheiten vom Blatt – der Chip wird dabei nicht einmal warm.

Chef, setzt er mahnend hinzu, es ist Zeit! Sie werden unten erwartet.

Plato stößt einen Seufzer aus. Die dringende Aufforderung hat er aber erneut überhört. Mehr zu sich selbst als zu dem Narren gewendet, murmelt er.

Wie viele Schwierigkeiten mir die rauchenden Köpfe bisher schon bereitet haben! Auch wenn sie nicht an Überhitzung leiden, weisen sie trotzdem einen Erbfehler aus, eine Erbsünde möchte ich es geradezu nennen, die ich ihnen bis heute nicht austreiben kann. Ob sie nun rauchen oder nicht, diesen Köpfen fehlt der Sinn für Überlieferung, der Sinn für die Werte der Tradition. Wir, die regierenden Philosophen, müssen ihnen leider immer wieder Einhalt gebieten, sonst kommen sie auf die ausgefallensten, um nicht zu sagen, die allertollsten Ideen. Zum Beispiel auf unserer letzten regulären Sitzung vor einer Woche.

Erinnere dich Kroll! Da hat die Abteilung für humane Motorik dafür plädiert, die menschliche Fortbewegung zu überdenken, sie überhaupt neu zu programmieren. Nach dem Vorbild der Kängurus – die sollen auf dem südlichen Kontinent einmal sehr verbreitet gewesen sein – also nach dem Vorbild dieser Viecher sollten sich in Zukunft auch Menschen auf ihren Hinterbeinen springend bewegen. Das behäbige Dahinschreiten eines modernen Cybor sei eine offenkundige Rückständigkeit. Es bedürfe, so wollten mir diese Eiferer weismachen, nur einer kleinen anatomischen Überarbeitung der Beine und einer entsprechenden Neuprogrammierung des Chips, damit jeder Cybor instandgesetzt sei, mit einem einzigen Sprung fünf bis zehn Meter zu überfliegen. Du kannst dir denken, wie hingerissen die Mehrheit der rauchenden Köpfe von diesem Vorschlag war, selbst in meinem kleinen Beraterstab hat es Zustimmung gegeben. Ich musste laut werden und mit der Faust dreinschlagen, um diesen Unfug im Keim zu ersticken.

Meine Damen, meine Herren, habe ich den wild gewordenen Ideenjongleuren gesagt, die Sache ist zwar, wie Sie sagen und ich nicht bezweifeln will, technisch mit geringem Aufwand durchzuführen. Einigen kindlichen Gemütern unter den modernen Einwohnern unserer Stadt dürfte ein solches Hüpfen und Springen wohl auch gefallen. Daran und an Ihrem Können zweifle ich keinen Augenblick, aber denken Sie doch bitte an die vielen Treppen und Stockwerke, wo ein Springen sich aus anatomischen Gründen verbietet. Wir müssten auf allen Vieren hoch- und hinunterkriechen. Von einer Treppe springt man nicht, ohne die schlimmsten Unfälle zu riskieren. Bitte schlagen Sie in Wikigrandia nach, da können sie schwarz auf weiß lesen: Kängurus haben sich niemals in mehrstöckige Gebäuden gewagt, geschweige denn darin aufgehalten. Ich weiß, dass solche Kleinigkeiten einen ehrgeizigen Wissenschaftler kaum interessieren, als Staatslenker und Philosoph bin ich aber für das leibliche und seelische Wohl meiner Untertanen zuständig. Und es gibt da noch einen zweiten Punkt. Könntet ihr auch nur einen Augenblick lang die Vorstellung ertragen, dass ich, Cybor I., oder gar unser großer Allan, die eigene Würde so weit vergessen, dass wir uns hüpfend und springend durch unsere Stadt bewegen?

Der Narr gibt durch ein Kopfschütteln zu verstehen, dass er eine derartige Vorstellung weit von sich weist. Dann sagt er.

Ich will nicht lästig sein, aber das Volk erwartet Sie längst unten auf der Tribüne. Gehen Sie bitte hinunter, die Ehrengarde ist schon nach Reih und Glied aufgestellt.

Nach Reih und Glied? wiederholt Plato. Man sieht, wie ein zufriedenes Lächeln sein Gesicht erhellt.

Mein Lieber, du sprichst ein großes Wort gelassen aus, nicht ahnend, wie weit wir Cybors euch Gaurs auch in diesem Punkt überlegen sind. Bei euch haben immer nur der Zufall regiert und das Ungefähr. An euch hat die Evolution Millionen von Jahren leider nur kläglich herumgepfuscht. Der eine misst ein Meter sechsundfünfzig in der Größe, der andere bringt es auf zwei Meter fünf. Wie soll man da eine perfekte Garde aufstellen, ohne den Leuten den Kopf platt zu schlagen oder ihnen die Beine mit Gewalt zu verkürzen? Ich dagegen habe Befehl gegeben, dass die Garde ausschließlich aus Cybors besteht, die von Fuß bis Scheitel exakt zwei Meter messen. Aber das ist noch nicht einmal die größte meiner Neuerungen. Meine Soldaten brüllen nicht nur Hurra und Vivat, das habt auch ihr noch fertiggebracht. Nein, sie können sich noch dazu mit mathematischer Exaktheit bewegen. Welch erhabener Anblick, welch ein Gefühl des Triumphs über Zufall und Schwerkraft, wenn hundert Beine sich zur gleichen Zeit exakt im selben Winkel und Takt bewegen und das Hurra und Vivat aus tausend Kehlen wie aus einem einzigen Mund ertönt!

Chef, es fängt schon an, ihr müsstet längst unten sein!

Cybor der Erste ist ungehalten.

Du Narr, du Gaur, du hirnblinder Mindergeist, hör auf mich zu drängen!

Im nächsten Moment bereut er den Verweis.

Mein lieber Kropp, ich sage das ja nicht aus Bosheit, solche Anwandlungen sind mir fremd. Bei aller Rückständigkeit bist du trotz allem ein Hominide und gibst manchmal Antworten, die ein elementares Denkvermögen beweisen. Diesmal liegst du aber falsch, hoffnungslos falsch. Ich bin bereits unten, in wenigen Sekunden halte ich meine Rede.

Der Narr blickt seinen Chef ungläubig an, wagt aber nicht, ihm zu widersprechen. Seine Situation hier im Herzen der Macht ist schon so prekär genug. Würde der Himmelssaal nicht ständig auf dreißig Grad abgekühlt und – als besonderes Entgegenkommen – sein Schlafzimmer auf fünfundzwanzig, könnte er im Pantheon keinen Tag überleben. Seinen Zweifel unterdrückend bringt er es nur zu einem fragenden Blick auf seinen Herrn.

Ja, ich weiß, Kropp, dein Gehirn kann es immer noch nicht fassen. Die neue Welt hast du bis heute nicht durchschaut. Unsterblichkeit heißt, dass wir für jeden Teil unseres Körpers einen Ersatzteil haben, natürlich auch für den ganzen Körper und den wichtigsten Teil, den hier oben.

Bei diesen Worten legt Plato den Finger auf seinen Schädel. Auch der Hirnchip lässt sich jederzeit gegen ein Double auswechseln – aber er lässt sich ebenso leicht verdoppeln.

Komm her, von diesem Punkt aus blickst du gerade auf die Tribüne. Schau genau hin, dann siehst du, dass ich da bereits stehe. Mein Doppelgänger wird genau das jetzt sagen, was ich dir schon immer erzähle.

Erstens, dass wir die ersten Menschen sind, welche den Tod abgeschafft haben – die ersten Unsterblichen.

Zweitens, dass es uns auch noch gelungen ist, den Schmerz und alles Leid zu beseitigen. Per definitionem gibt es bei uns deshalb nur glückliche Wesen.

Drittens, sind wir die ersten Menschen, die in ihren Leib niemals fremde Materie schlingen, die sie dann wie ein Gaur verdauen, nur um ihre widerwärtigen Reste anschließend aus einer dafür vorgesehenen Öffnung wieder auszustoßen. Wir sind vollkommen grün, die wahren Kinder der Sonne, deren Energie wir gratis vom Himmel beziehen.

Viertens, sind wir feuerfest, ganz anders als ihr erbärmlichen Paläomenschen, die ihr den Planeten früher einmal bewohntet, jetzt aber nur noch in unterirdischen Höhlen dahinvegetiert, weil euer Fleisch bei siebzig Grad schon den ersten Bratengeruch von sich gibt.

Fünftens, haben wir die Intelligenz aller lebenden Wesen und aller Zeiten in einer Wolke direkt unter dem Göttersitz aufbewahrt. Jeder Vollbürger von Cyborstan kann sich mit dem eigenen Hirnchip direkten Zugang zu ihr verschaffen – je nach eigenem Stand natürlich. Wir sind die ersten Allwissenden, verstehst du, die ersten Wesen, die auf Grund ihrer Allwissenheit zum ersten Mal auch allmächtig sind.

Mein lieber Kropp, das ist die frohe Botschaft, die ich meinem lieben Volk da unten gerade erzähle. Jeder soll wissen, dass wir gemeinsam einer leuchtenden Zukunft entgegenschreiten. Vorerst sind wir nur die Herren von Cyborstan, aber uns steht der ganze Globus offen. Bald werden wir auch in den Kosmos ausschwärmen, auf den Mars zum Beispiel und überhaupt auf sämtliche Planeten unserer und der weiter von uns entfernten milchigen Straßen. Vergiss nicht, dass wir feuerfest sind und zu unserer Nahrung nichts als Energie benötigen, die Photonen der uns umgebenden Sonnen.

Die Trompeten- und Zimbeltöne verklingen. Eine volltönende Stimme dringt, durch Lautsprecher vielfach verstärkt, bis zu ihnen unter die Kuppel des Pantheons hinauf. Kein Zweifel es ist die Stimme Cybor des Ersten, die Stimme Platos, dessen exaktes Ebenbild dort den zehnjährigen Jahrestag der Gründung von Cyborstan in bewegten Worten verkündet.

Lass ihn reden, sagt Plato. Sobald mein Doppelgänger dort unten ausgedient hat, wird man ihn in der Schatzkammer des Hauses verwahren, aber der geklonte Chip wird vorläufig wieder ausgebaut. Ich will nicht, dass damit Missbrauch getrieben wird. Du kannst dir denken, dass der Posten eines Staatslenkers hoch begehrt ist. Da könnte mancher Streber auf falsche Gedanken kommen.

Der Narr mit bürgerlichem Namen Athanasius Kropp – der Narr also kann sich gar nicht mehr von dem Anblick der zu Füßen des Pantheons gerade zelebrierten Feierlichkeit lösen. In den Augen eines rückständigen Gaurs ist eben doch ungeheuerlich, sich in Gegenwart eines Mannes zu befinden, der zur gleichen Zeit auf der Tribüne dort unten als ein Volksredner paradiert. Einem Vertreter des alten Menschengeschlechts muss der Fortschritt der Wissenschaften immer wieder als reine Magie und Wunder erscheinen. Zwar gibt es unter den noch lebenden Gaurs in den Höhlen unweit des Styx noch weitere Landsleute mit Namen Kropp, aber da handelt es sich doch um keine echten Verdoppelungen. Sie haben andere Gesichter, sind jünger oder älter und einige von ihnen noch dazu Frauen. Von einer wirklichen Verdoppelung, wie der Narr sie gerade erlebte, kann keine Rede sein.

Kein Zweifel, die Ansprache Cybor des Ersten hat die Menge zutiefst bewegt. Selbst von hier oben, zwanzig Meter über der Tribüne, ist das an dem frenetischen Beifall zu erkennen, der bis zu ihnen hinauf in die Höhe wogt.

Nächste Folge: Dissonanzen