No society can do without social inequality, because it must foster the useful knowledge and skills of its citizens in order to survive in the competition among nations. If it were to defy this imperative—as Mao did during the Cultural Revolution and as Vladimir Putin has done since the attack on Ukraine, through which he lost his best minds to foreign countries—then a country slides into the abyss because it falls behind technologically. If, on the other hand—as in turbo-capitalism—it is a state’s declared goal to reward useful knowledge and skills beyond measure, then it risks an uprising by the disadvantaged segment of the population, and thus destroys social stability. Nothing is as dangerous to a state’s cohesion as the resentment of segments of the population who were respected citizens just yesterday but suddenly count for nothing. Putin and Trump – Resentment and its Bloody Legacy weiterlesen
Kategorie: Allgemein
Putin und Trump – das Ressentiment und seine blutige Saat
Keine Gesellschaft kommt ohne soziale Ungleichheit aus, weil sie das nützliche Wissen und Können der Bürger fördern muss, um im Wettbewerb der Nationen zu bestehen. Würde sie sich diesem Imperativ widersetzen, wie es Mao zur Zeit der Kulturrevolution tat und Wladimir Putin seit dem Angriff auf die Ukraine, durch den er die besten Köpfe an das Ausland verlor, dann schlittert ein Land in der Abgrund, weil es technologisch zurückbleibt. Ist es dagegen – wie im Turbokapitalismus – das erklärte Ziel eines Staates, das im Wettrennen der Nationen nutzbringende Wissen und Können über alle Maßen zu honorieren, dann riskiert er den Aufstand des benachteiligten Teils der Bevölkerung, also die soziale Stabilität. Nichts ist für den Zusammenhalt eines Staates so gefährlich wie das Ressentiment von Bevölkerungsschichten, die gestern noch zu den geachteten Bürgern zählten, aber auf einmal nichts mehr gelten. Putin und Trump – das Ressentiment und seine blutige Saat weiterlesen
Die Unsterblichen
Text und Audiodateien (die Tonaufnahmen sind nicht professionell, und kurze Aussetzer kommen vor, weil ich während des lautenLesens noch letzte Fehler im Text korrigierte)
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Probleme mit der Glückseligkeit
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Dialog zweier natürlicher Intelligenzen (Dr. Gero Jenner und Prof. Katharina Zweig) mit zwei künstlichen (DeepSeek und ChatGPT)
Gero Jenner:
Wir werden gerade zu Zeugen, wie die Menschheit eine Art Rauschzustand durchlebt, weil die Künstliche Intelligenz ihr den endgültigen Triumph der Vernunft zu verheißen scheint. Was ein einzelner Mensch niemals wissen kann, weil sein Gedächtnis begrenzt ist und seine Denkvorgänge mehr oder weniger viel Zeit erfordern, das steht der Künstlichen Intelligenz in gewaltigen Speichern als gesamtes Menschheitswissen zur augenblicklichen Verfügung – und zwar in Lichtgeschwindigkeit. Im Prinzip verfügt heute jeder einzelne Mensch mit Hilfe der KI über alles Wissen von sämtlichen Menschen aus Gegenwart und Vergangenheit, vorausgesetzt dass dieses Wissen in Datenspeichern abgelegt worden ist.
Dialog zweier natürlicher Intelligenzen (Dr. Gero Jenner und Prof. Katharina Zweig) mit zwei künstlichen (DeepSeek und ChatGPT) weiterlesenEine Welt – Kein Turmbau zu Babel One World – Why the Race of Nations must come to an End

English edition will be prepared
Die zwölf Hauptthesen des Buches
1 Ein universales Gewissen lässt sich von den Jägern und Sammlern bis in unsere Zeit nachweisen (S. 44, 68, 137). Es besteht darin, dass Frieden im menschlichen Zusammenleben immer als letztes und höchstes Ziel gesehen wurde.
2 Der Ursprung sozialen Friedens ist allerdings derselbe wie für den Krieg. Während die Etablierung verbindlicher Regeln Menschen berechenbar füreinander macht, bringt die Andersartigkeit dieser Regeln in jeder Kultur zwangsläufig gegenseitige Unberechenbarkeit hervor und führt zu Kriegen: es gibt eine Binnen(Bruder-) und eine Außen (Feindes-)Moral (S. 12, 27, 44). Die beiden Tendenzen – einerseits zu größeren Einheiten, andererseits zu separatistischer Trennung – sind zwar immer gleichzeitig vorhanden. In welthistorischer Perspektive wiegt aber die erste dermaßen vor, dass man von einem Quasigesetz reden darf. Erst der Abschluss dieser Entwicklung, die Vereinigung zu „Einer Welt“, vermag den zerstörerischen Gegensatz von Bruder- und Feindesmoral aufzuheben (S. 162).
Eine Welt – Kein Turmbau zu Babel One World – Why the Race of Nations must come to an End weiterlesenDer aufhaltsame Vormarsch der Demokratie
Auszug aus meinem noch in diesem Monat erscheinenden Buch »Eine Welt – kein Turmbau zu Babel“
Whereas democracies assume that everyone is fallible, in totalitarian regimes the fundamental assumption is that the ruling party or the supreme leader is always right. Harari
What defines a system as ‘democratic’ is only that its centre doesn’t have unlimited authority and that the system possesses robust mechanisms to correct the centre’s mistakes. Harari
Die Wissenschaften von der Natur sind prinzipiell allen Menschen zugänglich. Wissen wird nicht vererbt, es muss durch eigene Anstrengung erworben werden. Insofern war Wissenschaft und war die Aufklärung von Anfang an demokratisch. Dennoch geht die Demokratie als politische Regierungsform keinesfalls zwangsläufig aus den Forderungen der Aufklärung hervor. Sollen Wissen und Können an die Stelle von Privilegien treten, dann kann man sehr wohl der Meinung sein, dass die Staatsführung grundsätzlich in keine anderen Hände als die von ausgebildeten Experten gehört. Aufgrund dieser Voraussetzung ist es nicht verwunderlich, dass führende Köpfe der europäischen Aufklärung wie Montesquieu, Locke, Voltaire, Hume, Rousseau oder Kant sehr verschiedene Meinungen zu diesem Thema hatten. Zum Beispiel Rousseau: seine „Volonté générale“ war nie mehr als ein intellektuelles Konstrukt, in der Wirklichkeit nur anzutreffen, wenn Volksmassen durch Demagogen verhetzt worden sind. Und nicht zu vergessen: Mehr als zweitausend Jahre zuvor hatte kein Geringerer als Plato die Meinung vertreten, dass die Lenkung eines Staates nur in den Händen der Wissenden – der Philosophen – liegen dürfe. Dabei orientierte er sich bekanntlich an Sparta, einer Militärdiktatur.
Der aufhaltsame Vormarsch der Demokratie weiterlesenDie Wissenschaften (der Natur) sind nur wahr, wenn ihre Voraussetzungen falsch sind
Wissenschaft erfüllt einen existenziellen Zweck. Sie dient dazu, uns in der Welt zurechtzufinden, indem sie die Berechenbarkeit – das Regelmaß – in den uns umgebenden Geschehnissen erkennt. Das Bedürfnis nach solchem Regelmaß und solcher Berechenbarkeit beherrscht uns so sehr, dass wir es sogar frei erfinden, wenn wir es aus den Dingen selbst nicht ablesen können. Menschen früherer Zeiten glaubten, dass Geister und Götter Vulkane ausbrechen ließen, Dürren oder Krankheiten verursachten oder dass man sie durch Opfer und Gebete dazu bewegen konnte, solche Übel auch wieder abzuwenden. Das war erfundene Kausalität. Früher wusste man vergleichsweise wenig von den objektiv bestehenden Ordnungen der der Natur. Diese wurden gerade so weit durchschaut, wie das für das Überleben der Art unerlässlich war. Wie man Tiere erbeutet oder Pflanzen züchtet, bedurfte der sorgfältigen Erkenntnis bestehender Naturgesetze. Über dieses elementare Stadium ist die Menschheit erst seit der Industriellen Revolution, dann aber in stetig beschleunigtem Tempo hinausgelangt. Inzwischen ist Wissenschaft in der Lage, neue Lebewesen im Labor künstlich herzustellen und bestehende mit Hilfe genetischer Manipulation grundlegend zu verändern. Ausflüge des Menschen zu fernen Planeten, die vordem allenfalls in Märchen und Mythen beschworen wurden, gehören heute zu den realen Optionen.
Die Wissenschaften (der Natur) sind nur wahr, wenn ihre Voraussetzungen falsch sind weiterlesenBlaming Germanists
Around the beginning of the last century, in 1909, when German science could still boast a world-class reputation, the great American William James expressed himself in a rather unflattering way about the German professor in a lecture titled „A Pluralistic Universe“:
“In Germany the forms are so professionalized that anybody who has gained a teaching chair and written a book, however distorted and eccentric, has the legal right to figure forever in the history of the subject like a fly in amber. All later comers have the duty of quoting him and measuring their opinions with his opinion. Such are the rules of the professorial game – they think and write from each other and for each other and at each other exclusively” (my emphasis).
Blaming Germanists weiterlesenGermanistenschelte
Gegen Anfang des vergangenen Jahrhunderts, im Jahre 1909, als deutsche Wissenschaft sich noch ihres Weltrufs rühmen durfte, äußerte sich William James, der große Amerikaner, in einer Vorlesung mit dem Titel „A pluralistic Universe“ auf folgende wenig schmeichelhafte Art über den deutschen Professor:
“In Germany the forms are so professionalized that anybody who has gained a teaching chair and written a book, however distorted and eccentric, has the legal right to figure forever in the history of the subject like a fly in amber. All later comers have the duty of quoting him and measuring their opinions with his opinion. Such are the rules of the professorial game – they think and write from each other and for each other and at each other exclusively” (meine Hervorh.). Germanistenschelte weiterlesen
One! World – Critique of Populist Irrationality
As human beings, we strive for self-determination – freedom is the word that sums up this aspiration. Uniformity, blending into the crowd, indistinguishability, dependence on others – these are the terms that describe the opposite of personal freedom and independence. Anyone who wants to make us all the same is met with fundamental outrage; they want to violate our basic human rights.
One! World – Critique of Populist Irrationality weiterlesenEine! Welt – Kritik der populistischen Unvernunft
Als Menschen streben wir nach Selbstbestimmung – Freiheit ist das Wort, womit dieses Bestreben auf den Begriff gebracht wird. Uniformität, Aufgehen in der Masse, Ununterscheidbarkeit, Abhängigkeit von anderen – das sind die Begriffe, die den Gegensatz zur persönlichen Freiheit und Unabhängigkeit beschreiben. Wer uns gleichmachen will, der stößt auf elementare Empörung, der will uns in unseren elementaren Menschenrechten verletzen.
Eine! Welt – Kritik der populistischen Unvernunft weiterlesenThe Excursion to Kawabata
A fine mist hovers over the water, its vapours occasionally blurring the outlines of the mountains. Yet it is the heads that dominate the foreground, bobbing in the warm — sometimes even scalding — mountain lake of Kawabata, which the locals call an Onsen, a hot spring. But the water is of no concern to us, nor are the jagged peaks encircling it, which the effusive travel brochure simply labels „enchanting.“ No, what captivates our attention are the disembodied heads protruding above the steaming surface of the lake, the spirit hovering over the waters. Seven heads — true giants of their era, the greatest minds to grace the species that then inhabited the globe.
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