Furor teutonicus – die deutschen Weltverbesserer sind wieder da!

(auch erschienen in: Tichys Einblick und "scharf-links")

Man wusste die Deutschen und Österreicher nie so richtig einzuschätzen – einerseits diese wundersame Empfindsamkeit, wie sie sich vor allem in den größten Werken ihrer musikalischen Tradition manifestiert, auf der anderen Seite die nackte Brutalität, wie sie während der Nazizeit mit der Ermordung der Juden verordnet wurde. Das war Xenophobie gegenüber Menschen der eigenen Bevölkerung, die gar keine Fremden waren – nicht wenige unter ihnen waren sogar die besseren, die überzeugteren und manche sogar die patriotischeren Deutschen. Furor teutonicus – die deutschen Weltverbesserer sind wieder da! weiterlesen

Geld – was es ist und was es sein sollte

Wer über Geld schreibt, darf mit einem Massenpublikum rechnen, sofern er beschreibt oder verspricht, wie man es legal oder illegal, offen oder versteckt, mit Tricks oder Beharrlichkeit erwirbt. Wer über Geld schreibt, weil er nur verstehen möchte, wie es sich mit dieser vielleicht seltsamsten aller menschlichen Einrichtungen verhält, der spricht nur Idealisten an, die bekanntlich um vieles dünner gesät sind. Er gleicht einem Astronomen, der sich für den fernen Sternenhimmel begeistert. Deswegen hat Geld als Erkenntnisproblem auch nur Philosophen und Wissenschaftler wirklich beschäftigt. Wie auch sonst sind diese sich aber auch im Hinblick auf das Geld wenig einig. Sie haben sich sehr unterschiedlich zu dem Thema geäußert. Geld – was es ist und was es sein sollte weiterlesen

Der Mythos der Geldschöpfung (durch die Geschäftsbanken)

(auch erschienen in fbkfinanzwirtschaft und "scharf-links")

Was den Umfang von Krediten betrifft, die das Geschäftsbankensystem angeblich zu „schaffen“ vermag, so stößt man auf die abenteuerlichsten Vorstellungen. Ich spreche nicht von bloßen verbalen Ungenauigkeiten, die auf unklaren Definitionen beruhen. Wenn ich einen Kredit (bzw. die ihm entsprechende Spareinlage) genauso unter der Bezeichnung Geld subsumiere wie das von einer Notenbank geschaffene Münz- oder Papiergeld, dann sind Geschäftsbanken in der Tat die Produktionsstätten für Unsummen „geschöpften Geldes“, denn bei ihnen fließen die Einlagen der Sparer zusammen, und sie sind es, die diese als Kredite weitergeben. Das Notenbankgeld macht dann nicht mehr als einen verschwindenden Bruchteil des in der Wirtschaft insgesamt vorhandenen „Geldes“ aus. Der Mythos der Geldschöpfung (durch die Geschäftsbanken) weiterlesen

Die Causa Hörmann-Pregetter – Karl-Theodor zu Guttenberg lässt grüßen

(auch erschienen in fbkfinanzwirtschaft)

Die beiden Wiener Autoren, Franz Hörmann, seines Zeichens Professor für Revisionswesen an der Wirtschaftsuniversität, und Otmar Pregetter, ein Unternehmensberater und Statistiker, haben ein in jeder Hinsicht herausforderndes Buch geschrieben: „Das Ende des Geldes“. Das ist weitgehend eine Anthologie des Bösen. Auf über zweihundert Seiten zählen die Autoren die Untaten, Konstruktionsfehler bis hin zu den Verbrechen des Kapitalismus auf. Die Causa Hörmann-Pregetter – Karl-Theodor zu Guttenberg lässt grüßen weiterlesen