Erzählungen

 

messing

 

Die Messingstadt

Leykam, Graz 1989

Erzählungen mit Vorworten von Emil Breisach und Heinz Hartwig

 

 

.

„Jenner versteht es schlicht und einfach zu fesseln und sein Weltbild, seine Wahrheiten in seine Literatur so zu verpacken, dass man bei der Lektüre meint, so und nur so muss es gewesen sein.“ Heinz Hartwig

Da vergriffen, nachzulesen unter:

Die Reise nach Sant‘ Agatha

Die nachstehenden Erzählungen wurden zwischen 2004 und 2016 unter dem Pseudonym Till Angersbrecht verfasst – Gero Jenner wollte sich wohl für derartig leichtsinnige, im Eiltempo verfasste Ausflüge in die Phantasie und das Reich der Phantasmen nicht  in Haft nehmen lassen. Was dieser Doppelgänger Angersbrecht sich einfallen lässt, muss einem auch wirklich nicht gefallen – ich selbst betrachte die Person mit einiger Skepsis. Sie neigt zu Bosheit und politischer Unkorrektheit. Vor nichts scheint sie sich mehr zu fürchten als vor Seriosität, Ernst und Freundlichkeit. Und schlimmer noch: Vor nichts hat sie Respekt,  macht sich über alles lustig, und zwar aus dem einzigen Grund – so vermute ich jedenfalls -, weil sie auf keinen Fall mit mir, einem heillosen Idealisten und Weltverbesserer, verwechselt werden möchte.

 

 

wien-fAllah und die

Klavierspielerin

2004

überarbeitet und als ebook veröffentlicht 2016

 

 

 

Wien!

ebook 2013

 

 

 

 

mars-3

 

 

Ego – oder das Unglück ein Mann auf dem Mars zu sein

 

 

 

 

 

 

Die WeltenRetter

 

 

 

 

 

 

Im Schatten der Schuld

 

 

 

 

 

Die Botschaft, die ihr nicht hören wollt

 

 

 

 

 

schwarzer-peter

 

 

Die Leiden des Schwarzen Peters

ebook 2016

.

.

.

Die letztgenannte Arbeit habe ich unter einem zweiten Pseudonym (Tim Eisenrot) sowie einmal unter meinem richtigen Namen an drei renommierte Verlage verschickt, nämlich an Jung&Jung, Piper und S. Fischer. Jedesmal erhielt ich eine Absage, deren jeweilige Begründungen sich bemerkenswert unterschieden. Einmal beschuldigte man mich, das Denken während des Schreibens nicht abgestellt zu haben, dass andere Mal, dass ich nun leider kein Bachmann-Preisträger sei, während man mir das dritte Mal immerhin die Ehre erwies, mich für einen Kafka-Doppelgänger zu halten, der den „Bericht für eine Akademie“ abgeschrieben hätte, In Wahrheit hatte ich diese Erzählung Kafkas – zu meiner Schande sei es gesagt! – bis dahin nicht einmal gelesen. Nach derart gelungenen Aufklärungen über mich selbst, gab ich es auf und veröffentlichte auch diese Erzählung als ebook in  Neobooks. Sie lässt sich auf dem Kindle abrufen.

S. Fisher: (eMail 14.11.2016)

Lieber Herr Eisenrot,

haben Sie vielen Dank für die Zusendung Ihres Manuskripts „Die Leiden des Schwarzen Peters“, das Oliver Vogel an mich weitergeleitet hat. Wir kamen leider erst jetzt dazu, im Lektorat über Ihren Text zu sprechen. Entschuldigen Sie die späte Antwort.

Es ist ja wirklich schwer, in diesen Zeiten keine Satire zu schreiben. Umso interessanter fanden wir Ihre Geschichte des schokoladenfarbenen Fremden und seiner fatalen „Integration“. Das ist skurril, das ist böse in seiner Verbindung von Biedermeier und Gewalt, und es ist konsequent in der Art, wie Sie die Geschichte erzählen, bis hin zum traurigen Ende.

Wenn wir Ihnen dennoch leider absagen müssen, liegt das daran, dass wir andere Programmideen haben und ohnehin nur in absoluten Ausnahmefällen neue Autoren aufnehmen. Ein solcher Ausnahmefall war erst kürzlich die diesjährige Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo, die ebenfalls mit Witz und Raffinesse von Rassismus und „Integration“ erzählt und deren Roman bei uns erscheinen soll.

Ich hoffe, Sie haben Verständnis für unsere Absage. Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihre Suche nach einem geeigneten Verlag.

Mit freundlichen Grüßen

Sascha Michel

Jung&Jung: (eMail 8.7.2016)

Lieber Herr Jenner,

überrascht hat mich Ihre Zusendung nicht, und ich habe sie in leichter Kenntnis des Autors nicht ohne Vergnügen gelesen. Ich glaube allerdings nicht, dass das ein Text für uns ist: Man spürt, mit welcher Lust Sie an den Sätzen gearbeitet haben und an der Idee einer klärenden Begegnung eines Außerirdischen mit uns Irdischen. Idee und Absicht können überzeugen, aber es müsste sich mehr tun, als dass beisammen gesessen und Bier getrunken wird. Ich glaube, es tut sich zu wenig; der Leser bekommt zu spüren, dass den Autor sehr grundsätzliche Dinge interessieren, wofür er eine Szene erfindet, die er aber nicht inszenieren will. Schließlich ist es eine Ungeheuerlichkeit, die sich mit dieser Visite ereignet, aber es bleibt doch alles sehr im Üblichen.

Ich weiß auch nicht, ob dann alles passen würde, aber ich denke, Sie sollten Ihrer Phantasie etwas mehr Raum lassen und den Philosophen noch etwas zurückhalten.

Es war eine Freude, Sie kennengelernt zu haben.

Herzlich grüßt Sie

Ihr Jochen Jung

Piper: (eMail 15.9.2016)

Sehr geehrter Herr Eisenrot,

herzlichen Dank für die Zusendung Ihres Manuskripts „Die Leiden des Schwarzen Peters“!

Wir haben das Projekt geprüft und finden das Vorhaben, eine Art Aktualisierung von Kafkas „Ein Bericht für eine Akademie“ zu verfassen, durchaus beeindruckend, sind aber zu dem Schluss gekommen, dass der Text dabei inhaltlich und sprachlich zu nah am Original bleibt und daher für uns nicht infrage kommt.

Wir wünschen Ihnen dennoch viel Erfolg mit dem Projekt.

Mit freundlichen Grüßen

J M